Ostfriesischer Schlittschuhclub Leer e.V

Eis- und Inline-Speedskating

                                                   Allgemeine Hinweise zum Training

 

Während der speziellen Aufwärmphase auf Skates:   

  • kein zu kleiner Kniewinkel
  • nur die wichtigsten technischen Anmerkungen

Danach:   

  • Beobachtung von unten nach oben
  • Nur eine Anweisung zur Zeit

 

Start:

  • keine Ablenkung, freie Bahn, keine Hindernisse
  • erst Beschleunigungen durchführen         -   verkürzen der Strecke von 80m hinunter auf 20m
  • evtl. erst fliegender Start                             -   max. 4-5 Starts
  • Korrektur von unten nach oben                 -   nicht so oft  Starts üben wegen fehlendem Anreiz

Kurvenlaufen 

  • bei langsamer Geschwindigkeit auf der Aufwärmbahn
  • bei höherer Geschw. auf der Innenbahn, aber mit blokjes

 

Beobachtung beim Kurvenlaufen

a)  Verlängerung der Geraden:  

  • Hüfte einwärts, rechter Fuß gerade nach vorne

b)  außen auf halbem Wege durch die Kurve

  • besser kurveninneres in der Kurvenmitte:
  • seitlicher Abdruck des linken Skates, niedrige Frequenz, optimaler Druck, keine volle Streckung
  •                                                                            

Allgemeines

Beim Start zuerst gegen einen Fixpunkt rennen (wie beim 100m Lauf),bei Klappskates mit der ganzen Länge der Kufe, sonst mit der Spitze

Abdruckarbeit durch Hüftgelenkstrecker              

  • beim Start ca. 200% Körper-Gewicht
  • in der Kurve ca. 120%        KG
  • auf der Geraden 120-150% (Peakwert am Schluss)
  • ein Abdruck nach hinten bringt max. eine Geschwindigkeit von ca. 25 km/h = Rundenzeit von 57 sek.
  • deshalb seitlich abrücken
  • beim 500m Sprint erfolgt der Abdruck ca. 9° (zur Geraden) nach hinten, bei größeren Distanzen ca. 15°
  • deshalb am Ende der Abdruckphase den Skate leicht nach innen
  • lange Schritte aber mit viel Abdruck!!
  • bei gleicher Geschwindigkeit macht der Skater mit dem bestenAbdruck den längsten Schritt, und der mit dem besten Abdruck ist der bessere Skater

 

Trainingsanweisungen: 

a)   “laufe die gleiche Rundenzeit mit weniger Schritten“; auch in der Kurve

Eine zu frühe Einleitung des Abstoßes* hat einen negativen Einfluss auf die Effektivität des Abstoßes, da die Abstoßkraft dann zuerst nach oben eingesetzt wird, dadurch eine Aufwärtsbeschleunigung erfolgt und die seitwärts gerichtete effektive Komponente umso kleiner ist;        deshalb: erst Einleitung durch eine Fallbewegung.

                 (*die Beine zusammen, dadurch kann mehr Masse beschleunigt werden)

b)  “belaste das neue Gleitbein erst weit weg und behalte einen möglichst kleinen Winkel im Kniegelenk“     

  • das Gewicht bleibt dabei so lange wie möglich auf dem Abdruckbein, sonst kein Druck!
  • (-> weggleiten des Skates),   das neue Gleitbein wird erst am Ende des Abdruckes belastet!
  • Möglichst gerade nach vorne laufen; bei größerem Abdruck und geringer Frequenz ist die Abweichung von der geraden Linie etwas größer.

Die mechanische Effizienz  (Umwandlung von Energie in Leistung) beträgt beim Speedskating ca. 20% (Rest Wärme), bedingt durch die gebückte Haltung und den nur kurzen Abstoß.     (beim Fahrradfahren ist die Effizienz höher)